2 CME
1 Stunde
Fachübergreifend
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Anti-Entzündliche Ernährung während der Krebstherapie

Dr. med. Olaf Katzler, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Leitender Arzt im Mammazentrum Hamburg

Lerne in dieser Fortbildung, wie du eine gezielte antientzündliche Ernährung zur Flankierung der Krebstherapie, insbesondere beim Mammakarzinom, strategisch einsetzt. Erfahre, warum Omega-3-Fettsäuren und sekundäre Pflanzenstoffe inflammatorische Prozesse modulieren können und wie wichtig die individuelle Messung von Mikronährstoff-Spiegeln (z.B. Selen, Vitamin D) für ein optimales Therapieansprechen ist. Verstehe, welchen positiven Einfluss Zuckerreduktion und Bewegung auf das Gesamtüberleben haben.



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Kurszusammenfassung:

Hinweis: Die Inhalte auf Doctorflix sind ausschließlich für Ärzte und medizinisches Fachpersonal bestimmt. Sie dienen der fachlichen Fortbildung und sind nicht für Laien geeignet.

Du möchtest die Krebstherapie deiner Patientinnen optimal flankieren? Lerne, wie der Lebensstil den Behandlungserfolg maßgeblich beeinflusst!

Die konventionelle Krebstherapie ist ein wichtiger Pfeiler in der Behandlung, doch du als Ärztin oder Arzt weißt, dass die komplementäre Medizin und insbesondere die Ernährungsmedizin ein enormes, oft unterschätztes Potenzial bergen. Dieser umfassende Kurs zeigt dir evidenzbasierte Strategien, wie du die antientzündliche Ernährung gezielt beim Mammakarzinom und anderen Krebserkrankungen einsetzt.

Du lernst, wie eine gezielte Ernährungsstrategie die schulmedizinische Therapie unterstützen kann, indem sie die Entzündungsprozesse im Körper dämpft. Dabei geht es nicht nur um die Gesundheitserhaltung, sondern konkret darum, das Ansprechen auf die Therapie zu verbessern und nachhaltig zu einer besseren Lebensqualität beizutragen.

  • Zielgruppe von dieser Fortbildung sind Fachkräfte, die ihre Patienten ganzheitlich betreuen und die Eigenverantwortung der Patienten stärken möchten.
  • Die Inhalte basieren auf aktuellen Studienergebnissen und berücksichtigen die Leitlinien, um eine wissenschaftlich fundierte Beratung zu gewährleisten.


Warum Standard-Supplementierung oft nicht ausreicht: Die Kraft der individuellen Messung

Du wirst feststellen, dass die pauschale Gabe von Ergänzungsmitteln während der Krebstherapie laut Leitlinien nicht empfohlen wird – außer bei einem nachgewiesenen Mangelzustand. Doch die entscheidende Frage ist: Wer misst diese Spiegel und wie? Weltweite Studien zeigen, dass ein Großteil der Bevölkerung eine unzureichende Nährstoffzufuhr aufweist.

Du lernst in dieser Fortbildung praxisnah:

  • Welche Mikronährstoffe du unbedingt testen solltest, darunter Vitamin D, Selen und Omega-3-Fettsäuren.
  • Warum die gängigen Normbereiche oftmals zu niedrig angesetzt sind, um eine optimale enzymatische Funktion zu erzielen.
  • Wie du individuelle Faktoren, wie etwa einen möglichen Rezeptordefekt, bei der Dosierung berücksichtigst. Denn: Jeder Mensch ist unterschiedlich und benötigt eine individuell angepasste Substitution.


Der Kampf gegen die Entzündung: Chronische Prozesse verstehen und modulieren

Chronische Entzündungen sind das zentrale Problem vieler Erkrankungen. Du wirst tief in die Materie eintauchen und verstehen, welche Rolle Zytokine wie TNF Alpha oder Interleukin-6 spielen und wie diese Stressachsen im Körper aktivieren.

Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf den Ursachen der Entzündungsförderung:

  • Zucker als Wachstumstreiber: Ein erhöhter Zuckerkonsum stimuliert den Insulin-Wachstumsfaktor, der Zellteilungen anregen kann. Du verstehst, warum eine Reduktion dieses Konsums eine so wichtige therapeutische Maßnahme darstellt.
  • Fettgewebe als Entzündungsherd: Die nichtalkoholische Fettleber und das viszerale Fettgewebe, oft bedingt durch hohe Fruktosezufuhr, setzen Entzündungsreaktionen in Gang, die den gesamten Organismus gefährden.
  • Die Omega-3/Omega-6-Balance: Das Verhältnis dieser Fettsäuren hat sich in der westlichen Ernährung dramatisch verschlechtert, was die entzündlichen Prozesse zusätzlich befeuert. Du lernst, wie essenzielle Fettsäuren Entzündungsprozesse hemmen, das Metastasierungsrisiko reduzieren und sogar die Genexpression positiv regulieren können.


Ganzheitlicher Ansatz: Ernährung, Pflanzenstoffe und das Umfeld

Du entdeckst das Multitalent Melatonin, das weit mehr als nur ein Schlafhormon ist. Es gilt als starkes Antioxidans mit positiven Effekten auf die Tumorgenese. Du lernst, welche Pflanzenstoffe (wie etwa aus Brokkoli oder Beeren) in der Krebsprävention eine Rolle spielen und Entzündungen blockieren.

Wichtige Aspekte für deine Patientenberatung:

  • Der gesunde Teller nach Harvard: Du siehst, wie sich Empfehlungen verändert haben, z.B. zugunsten von mehr Gemüse und weniger Obst (wegen des Fruchtzuckers) und der Reduktion von Milchprodukten.
  • Intervallfasten und Bewegung: Du erfährst, dass Intervallfasten und tägliche, intensive Bewegung (mindestens 3–5 Stunden pro Woche) signifikante, positive Effekte auf das Gesamtüberleben haben können – insbesondere in Kombination.
  • Stress und Schlaf: Nicht zuletzt spielt die Schlafqualität und die Stressreduktion eine wichtige Rolle, da diese die Stressachsen und Entzündungsprozesse im Körper direkt beeinflussen.


Fazit und Call-to-Action

Dieser Kurs gibt dir die Werkzeuge an die Hand, um die uralte Weisheit – „Lasst die Nahrung eure Medizin sein“ – in der modernen Onkologie umzusetzen.

Deine wichtigsten Takeaways:

  1. Messen statt Raten: Gezielte, individuelle Messung von Mikronährstoffen ist essenziell.
  2. Entzündung reduzieren: Über Omega-3 und Pflanzenstoffe die chronische Entzündung modulieren.
  3. Zucker und Bewegung: Die konsequente Reduktion von Zucker und die Integration von täglicher Bewegung sind mächtige therapeutische Bausteine.

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